Vorstand der DGaaE

Über Prof. Dr. Josef Settele

Prof. Dr. Josef Settele arbeitet am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ – in Halle/Saale, wo er das Department „Naturschutzforschung“ leitet, und ist Mitglied des Deutschen Zentrums für Integrative Biodiversitätsforschung Halle-Jena-Leipzig - iDiv. Er ist promovierter Agrarwissenschaftler und Professor (apl.) für Ökologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Seit vielen Jahren ist in internationale Assessments involviert und war u.a. Koordinierender Leitautor (CLA) im 5. Sachstandsbericht des IPCC und CLA im Bestäubungs-Assessment des Weltbiodiversitätsrates IPBES. Er war/ist Co-Chair des Globalen Assessments von IPBES, gemeinsam mit Prof. Sandra Diaz (Argentinien) und Prof. Eduardo Brondizio (USA/Brasilien) – in dessen Folge er hunderte von Interviews gab, sowie regelmäßig in Radio- wie auch Fernsehsendungen zu sehen war und ist.

Sein Forschungsgebiet Entomologie (Insektenkunde) hat er stets eingebettet in Analysen von Landnutzungssystemen - sowohl im Hinblick auf landwirtschaftliche Produktion als auch Schutz der Artenvielfalt. Er ist auch Leiter des Tagfalter-Monitoring Deutschland (TMD), dem einzigen deutschlandweiten Langzeitmonitoring für Insekten. Josef Settele ist seit mehreren Jahren „highly cited researcher“ im Web of Science/Clarivate (2014, 2018–2024). Im November 2020 veröffentlichte er das Buch „Die Triple-Krise“, worin er die Gründe und Folgen der dreifachen Krise aus Artensterben, Klimawandel und Pandemien analysiert. 2025 erschien ein gemeinsames Buch mit Dirk Rossmann mit dem Titel „Keine Zeit für Pessimismus“.

Zum 1. Juli 2020 wurde er von der deutschen Bundesregierung in den SRU (Sachverständigenrat für Umweltfragen) berufen. Diese Berufung wurde zum 1. Juli 2024 für weitere 4 Jahre verlängert. Ebenso wurde er im März 2024 durch Bundes-Umweltministerin Steffi Lemke in den WBNK (wissenschaftlichen Beirat für natürlichen Klimaschutz) berufen. Seit Juli 2022 ist er Mitglied des MEP (Multidisciplinary Expert Panels) von IPBES, gewählt von der WEOG-Staatengemeinschaft (West-Europa, Nord-Amerika, Australien und Neuseeland).