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Arbeitskreis Nutzarthropoden und Entomopathogene Nematoden
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Die 29. Tagung des DPG&DGaaE-Arbeitskreises fand am 30. November und 1. Dezember 2010 im Julius-Kühn-Institut in Berlin-Dahlem, Königin-Luise-Str- 19, 14295 Berlin statt. Die 30. Tagung des DPG&DGaaE-Arbeitskreises „Nutzarthropoden und Entomopathogene Nematoden“ findet am 29 und 30. November 2011 an der Forschungsanstalt Geisenheim, Von-Lade-Str. 1, 65366 Geisenheim statt. Gastgeber sind Frau Prof. Dr. Annette Reineke und ihre Kollegen und Kolleginnen auf dem Campus Geisenheim.
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Erklärung der Mitglieder des Arbeitskreises "Nutzarthropoden und Entomopathogene Nematoden" Am 20. und 21. November 2007 trafen sich ca. 30 Fachleute zur 26. Arbeitstagung des Arbeitskreises "Nutzarthropoden und Entomopathogene Nematoden" der Deutschen Phytomedizinischen Gesellschaft (DPG) und der Deutschen Gesellschaft für allgemeine und angewandte Entomologie (DGaaE) im Kardinal-Döpfner-Haus in Freising. Anlässlich dieser Tagung wurde die nachfolgende Erklärung verfasst. Der biologische Pflanzenschutz gehört zu den wichtigsten Bausteinen des integrierten Pflanzenschutzes im Gartenbau, aber auch im Feldbau, im Hopfenanbau und im Forst. Insbesondere im ökologischen Landbau, wo nur ein begrenztes Spektrum von Pflanzenschutzmitteln zur Verfügung steht, verdienen biologische Abwehrverfahren besondere Aufmerksamkeit. Biologische Verfahren gelten als weitestgehend ökologisch verträglich und leisten einen großen Beitrag für den Erhalt der Biodiversität in agrarischen Ökosystemen. Hierzu seien das Jahr der Biodiversität 2008 in der EU und die UN-Biodiversitätskonferenz im Mai 2008 in Bonn angemerkt. Die Weiterentwicklung und Anwendung biologischer Verfahren treffen zudem die Ziele des Reduktionsprogramms chemischer Pflanzenschutz und der aktuellen Pflanzenschutzpolitik der EU, da nicht nur die Reduktion der Anwendung chemischer Pflanzenschutzmittel sondern ausdrücklich die Anwendung von Alternativen zum chemischen Pflanzenschutz gefordert werden. Dies erfordert eine starke Forschung und intensive Beratung. Deutschland kann dabei auf eine großartige Tradition zurückblicken. Im Rahmen einer sehr abgestuften Zusammenarbeit zwischen allen Akteuren (BBA, Universitäten, Pflanzenschutzdienste und Firmen) hat sich ein effizientes Netzwerk entwickelt, das allerdings gegenwärtig zusammenzubrechen droht. Die Mitglieder des Arbeitskreises Nutzarthropoden und Entomopathogene Nematoden der DPG und DGaaE sind besorgt über die abnehmenden Kapazitäten auf dem Gebiet der Forschung und Beratung zu Nützlingen und zum biologischen Pflanzenschutz. Sie appellieren, die Forschung auf diesem Gebiet wieder voranzutreiben, um die Anwendung biologischer Verfahren deutlich zu stärken und das Verständnis und die Ausnutzung natürlicher Regelmechanismen in agrarischen und forstwirtschaftlichen Ökosystemen zu verbessern. Nur so hat der biologische Pflanzenschutz eine Zukunftsperspektive. Um die Forschung zu intensivieren, sind mehr Finanzmittel für Projekte und weitere Stellen insbesondere am Julius Kühn-Institut, an den Hochschulen und auch Landeseinrichtungen bereitzustellen und der wissenschaftliche Nachwuchs zu fördern. Dazu sind Förderschwerpunkte zum biologischen Pflanzenschutz bei der DBU, im BMELV, bei der DFG und der EU zu etablieren. Insbesondere müssen die Universitäten wieder eine „Zugpferdfunktion“ einnehmen. Um die Beratung zu aktivieren, sind entsprechende Stellen bei den Pflanzenschutzdiensten der Länder zu schaffen und die Zusammenarbeit mit Nützlingsproduzenten und anderen Beratungsdiensten zu verbessern. Die Mitglieder des Arbeitskreises sehen besonderen Bedarf, die Forschung auf folgenden Gebieten zu aktivieren, wobei angesichts der komplexen Zusammenhänge und komplizierten Verfahren längere Laufzeiten von Projekten gefordert werden:
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